reale Traumziele

Freundschaft schließen mit dem Spatz in der Hand...

Es gibt Menschen, die meinen nachts noch niemals geträumt zu haben. Natürlich träumt jeder Mensch und sei es nur um die Seele im Gleichgewicht zu halten. Und die fixe Idee, nachts nicht zu träumen sagt viel aus über so manchen Menschen: Vielleicht will man dadurch zum Ausdruck bringen, dass man mit beiden Beinen auf den Tatsachen der Realität steht oder dass man nicht in den Wolken schwebt und sich mit dem zufrieden gibt, was das aktuelle Dasein einem gibt.

Spatz
© Uschi Dreiucker / pixelio.de
Doch wer träumt muss nicht unbedingt ein „Hans guck in die Luft sein“. Träumen bedeutet, noch Ziele zu haben und wer keine Ziele mehr in seinem Leben kennt, der erwartet auch nichts mehr vom Leben. Kleine Mädchen träumen vom Pony und der junge Mensch, der gerade mit seiner Berufsausbildung beginnt, träumt von einer großen Karriere, die sich möglichst schnell entwickelt. Castingshows im Fernsehen wecken den Traum von einer Karriere als Popstar und der Kinofreund träumt vom Weltruhm als Filmschauspieler oder Regisseur. Wer sich seine ersten Klavierstunden gönnt, der träumt von einer Karriere als Musiker und von der Mitgliedschaft in der Fußball D-Jugend bis zum Profifußball ist es ohnehin nicht mehr weit.

Es ist wichtig, dass wir uns im Leben Ziele setzen, doch neben der ganz großen Erfüllung sollten wir uns auch ein paar kleinere Zwischenschritte gönnen, die es zu verwirklichen gilt. Denn wenn die Ziele all zu weit entfernt liegen und wir uns nur nach diesen ausrichten, dann müssen wir auf Erfolgserlebnisse recht lange warten. Ein gutes Buch, das man gerade zu Ende gelesen hat oder eine gelungene Mahlzeit, die den Gaumen von ein paar Gästen verwöhnt können solche Ziele sein. Ein gelungener Schulabschluss oder der eigene Führerschein sind kleine, aber dennoch wichtige Erfolgserlebnisse im eigenen Leben.

Natürlich sollte man auch die großen Ziele nicht aus dem Auge verlieren. Doch man sollte sich dabei auch bewusst machen, dass die Idee des amerikanischen Traumes „jeder kann es schaffen“, stets eine Illusion war: Auf dem Siegertreppchen ist immer nur Platz für eine Person und für jeden Gewinner, der den ersten Platz erreicht, braucht es viele Menschen, die ihn nicht erreichen. So ist nun mal das Prinzip im Nullsummenspiel: Die Freude des Gewinners im Schachspiel ist der Frust des anderen. Was der Gewinner gewinnt verliert gleichzeitig der Verlierer.

Doch zum Glück sind die Möglichkeiten bei der Auswahl an Lebensträumen so vielfältig wie das Leben selbst. Wer den Wettbewerb mit anderen scheut, der kann sich auch Ziele suchen, in denen der Wettbewerb nur gering ist. Oder man erfindet eigene Disziplinen für die persönlichen Lebensziele, in denen man es zur Meisterschaft bringt. Getreu dem Motto: „Ich mach mir die Welt, so wie sie mir gefällt“. Man sollte dabei aber darauf aufpassen, nicht zu sehr in eine Welt des Autismus zu verfallen, in der man sein eigenes Wolkenschloss zu regieren droht.

Gemeinsam ist man stark und so kann man auch versuchen, Träume mit Gleichgesinnten gemeinsam zu erreichen. Denn wer sich gut in seinem Leben vernetzt (und dies sei nicht nur im digitalen Sinne gemeint), der kann eigene Defizite ausgleichen und seine persönlichen Stärken in ein Gesamtkonzept einbringen. Führungskräften, denen es gelingt, ein solches „Wir-Gefühl“ zu fördern, sind fast unbezahlbar. Jeder Teilhabende an der Gesamtleistung wird auf diesem Wege zum Coach der anderen.

Auch im fortgeschrittenen Alter sollte man die Tugend Träume zu haben, niemals aufgeben. Die Midlife-Crises sind eine Zeit, in der man einmal überlegt, welche der eigenen Ideen und Träume verwirklicht werden konnten und welche nicht. Dies kann bisweilen zur Depression führen, sind doch manche hoch angesetzte Träume in der Tristesse des Alltags untergegangen. Dann ist nicht Trübsal die Lösung, sondern ein Focus auf neue und reale Ziele. Meist steht die zweite Lebenshälfte noch bevor und diese kann mit Planungen und neuen Idee gefüllt werden. Es sollte dem etwas reiferen Menschen dann ohne Probleme gelingen, reale und interessante neue Lebensziele zu finden, um so manchen Fehler mit utopischen Ideen der ersten Lebenshälfte wieder auszugleichen.

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